Wahlsonntag in Deutschland und 12 Läufer entschieden sich einstimmig für die Schienerberg Firstweg Runde. Eine illustre Gruppe, die sich bei bestem Laufwetter in Bankholzen versammelte. Nach einer kurzen Begrüssung ginge auch dann schon gleich los. Wer her glaubte das wird ein gemütlicher Sonntagsspaziergang, war bei der falschen Veranstaltung.

Denn bereits nach 100 Metern begann der erste Trail immer wieder ging es über einen kleinen Bach stetig nach oben, ehe es direkt in ein Steilstück mündete das immer weiter nach oben führte. Glücklicherweise bleibt die Strecke immer schön im Wald und so kommen alle recht gut oben an. Es beginnt eine kurze Asphaltstrecke Richtung Schienen, doch nach kurzer Zeit geht es auch schon wieder auf einen kleinen Wiesentrail direkt ins Dorf.

Nun ging es weiter auf der Schienerberg Wettkampfstrecke. Wie es sich für Trailrunner aber gehört, Verliesen wir diese ab und an wieder um von den breiten Wegen auf die Trails zu wechseln, was unserem Geburtstagskind Robert sehr gelegen kam. Leider ging es für ihn zu viel bergauf. Aber, wer coole Downhills wirr muss eben auch mal hochlaufen;-). Ein gigantischer Blick über den Rhein hinweg bis zu den Schweizer Alpen erwartete uns auf dem folgenden Abschnitt. zum ersten und einzigen Mal kamen uns heute ein paar Wanderer entgegen.
Der Weg schlängelt sich breit weiter, leicht abfallend, bis ein richtig steiler, enger Downhill alles von der Meute abverlangt. Doch direkt danach geht es auch schon wieder hinauf, ehe wir auf dem Kamm entlang richtig Wolkenstein laufen. Noch ein kurzer Downhill und ein knackiger Aufstieg und wir stehen vor der Schweizer Fahne am Wolkenstein. Wir nehmen uns die Zeit für eine Aussicht ehe wir uns in den nächsten Downhill stürzen. Eng, steil und teilweise rutschig, genau das der richtige Untergrund seine Schuhe auf Herz und Nieren zu prüfen.

Es geht weiter leicht coupiert die Strecke entlang, ehe nach einem langen Anstieg uns der Wald direkt an der Grenze zu Deutschland wieder ausspuckt. Leider kann man in der Ferne den noch lange andauernden Anstieg erahnen. Wir laufen weiter, nur kurz durch die Sonne, ehe es wieder in den kühleren Wald geht. Nun geht es nur noch leicht bergauf. Nach 23 Kilometern spürt man aber selbst diese geringe Steigung in den Beinen. Technisch anspruchsvoll ist der Firstweg. Eng, verwachsen und immer wieder Wurzeln verlangen kurz vor dem Ziel noch einmal volle Konzentration.

Die letzten zwei Kilometer geht es dann nur noch bergab. erst sehr steil auf einen Trail, dann ein langer nicht enden wollender Waldweg. Nach knapp vier Stunden sind wir wieder in Bankholzen. Ein toller Lauf, der mit leckeren Kuchen von Robert abgerundet wird.

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